Wolfgang Petersen

Vermutlich nur sein Kollege Roland Emmerich kann eine ähnliche Erfolgsgeschichte als deutscher Regisseur in Hollywood vorweisen wie Wolfgang Petersen.

Seinen Durchbruch als Regisseur feiert Petersen Mitte der 70er Jahre mit der Tatort-Folge Reifezeugnis. Die Epsiode, die immer noch zu den gelungensten und erfolgreichsten Tatort-Filmen überhaupt zählt, macht neben Petersen auch Nastassja Kinski zum Star. International kann er sich jedoch erst mit dem Sensationserfolg Das Boot einen Namen machen. Das U-Boot-Drama, das insgesamt sechs Oscar-Nominierungen einheimsen kann, gilt mittlerweile als einer der besten deutschen Filme aller Zeiten.

Nach der bis dato teuersten deutschen Filmproduktion überhaupt, Die unendliche Geschichte, entschließt sich Petersen zum nächsten Schritt in Richtung Hollywood. Nach einigen finanziellen Enttäuschungen schafft er auch dort mit dem hochgelobten Thriller In the Line of Fire seinen Durchbruch. In den folgenden Jahren kann sich Wolfgang Petersen, mit Filmen wie Outbreak, Air Force One oder Troja, als Kassenmagnet einen Namen machen. Seine Werke bekommen zwar fast immer Zuspruch, für das allerhöchste Lob fehlt es ihnen jedoch stets an Tiefgang. Mit dem misslungenen Katastrophenfilm Poseidon muss Petersen 2006 seinen ersten Misserfolg seit beinahe zwei Jahrzehnten hinnehmen.