Liam Neeson

Liam Neeson, 1952 in Ballymena, Nordirland geboren, ist ein oscarnominierter Schauspieler. Er ist vor allem als Charakterdarsteller in Filmen wie Schindlers Liste und Nell sowie als Actionstar in Filme wie 96 Hours und Battleship bekannt.

Der aus einer Arbeiterfamilie stammende Ire feiert in seiner Jugend große Erfolge als Amateurboxer und wurde sogar nordirischer Schülermeister. Auch als Fußballer scheitert er nur knapp an einer Profi-Karriere. Sein Studium bricht Neeson zu Gunsten eines Jobs als Gabelstaplerfahrer für die Brauerei Guinness ab.

Doch unter der rauhen Schale schlummerte schon damals ein weicher Kern: Bereits als Schüler trat er regelmäßig in Schulstücken auf. Anfangs noch, um den Mädchen zu imponieren, bald aber aus eigener Begeisterung. Aufgrund einer Wette mit einem Arbeitskollegen nimmt Liam Neeson Jahrzehnte später Mitte der 70er Jahre an einem Vorsprechen teil, für welches er tatsächlich den Zuschlag bekommt. Nach einigen Engagements am Theater spielt er 1981 im Fantasy-Film Excalibur eine Nebenrolle. Seinen Durchbruch in Hollywood feiert er mit der Hauptrolle in Sam Raimis Darkman Anfang der 90er Jahre. 1993 ist Neeson mit der Hauptrolle in Steven Spielbergs Schindlers Liste auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

In den folgenden Jahren ist Liam Neeson vorrangig in Blockbustern wie Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung oder Rob Roy zu sehen. Auch im neuen Jahrtausend macht sich Neeson vor allem mit Kassenschlagern wie Batman Begins, Gangs of New York oder K-19: Showdown in der Tiefe einen Namen. Von der Kritik wird er jedoch in erster Linie für anspruchsvollere Rollen, wie beispielsweise im Biopic Kinsey gelobt.

In den 2010er Jahren vollzieht Liam Neeson einen Imagewandel. Bisher vor allem als Charakterschauspieler bekannt, etabliert er sich mit Rollen wie in Das A-Team, 96 Hours, The Grey – Unter Wölfen, Unknown Identity und Non-Stop als knallharter Action-Star – und dass trotz seines fortgeschrittenen Alters. Als Charakterdarsteller tritt er hingegen kaum noch Erscheinung, was seiner Polularität jedoch keineswegs schadet. (ST)